Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke im Rat der Stadt Witten haben ihr gemeinsames Kooperationspapier für die Wahlperiode 2025–2030 vorgestellt. Das Papier bildet die Grundlage einer strategischen Zusammenarbeit, die Witten ökologisch, sozial und demokratisch stärken und weiterentwickeln soll. Mit der Kommunalwahl 2025 verfügen die drei
Fraktionen über eine gemeinsame Mehrheit im Rat.
Nach der Wahl haben die Fraktionen zunächst Gespräche aufgenommen, die sich in den vergangenen Monaten vertieft und schließlich zu einer gemeinsamen Verständigung auf zentrale politische Schwerpunkte geführt haben. Die politischen Inhalte wurden in dieser Zeit sowohl in internen Verhandlungsrunden als auch in themenspezifischen Arbeitsgruppen erarbeitet, an denen neben den Fraktionsspitzen auch weitere Fraktionsmitglieder beteiligt waren.
Das Kooperationspapier umfasst alle wesentlichen Bereiche kommunaler Politik und legt für die Themen Stadtentwicklung, Klima & Umwelt, Kinder und Jugend, Schule und Sport, Mobilität,
Finanzen, Personal, Demokratie & Beteiligung sowie Wohnen, Soziales und Integration klare Leitlinien und priorisierte Vorhaben fest.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem ein verantwortungsvoller Umgang mit Flächen, der Ausbau des sozialen und bezahlbaren Wohnraums, konsequenter Klimaschutz mit dem Ziel der Klimaneutralität spätestens 2040, eine nachhaltige Mobilitätswende, die Stärkung der Kinderrechte, moderne und inklusive Schulen sowie eine leistungsfähige und zukunftsfähige
Verwaltung. Ebenso betont wird eine soziale Stadtpolitik, die Sicherheit, Gesundheit, Teilhabe und Integration für alle Menschen in Witten gewährleistet.
SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Rath beschreibt das gemeinsame Ziel so, dass man „Verantwortung für ein Witten übernimmt, das allen Menschen zugutekommt“ und hebt hervor,
dass das Papier „eine verlässliche Grundlage schafft, um soziale Gerechtigkeit, gute Bildung und bezahlbares Wohnen gemeinsam voranzubringen“.Für Bündnis 90/Die Grünen macht Fraktionsvorsitzende Liane Baumann deutlich, dass das Bündnis vor allem neue Handlungsfähigkeit schafft. Sie betont, „dass die Stadt gemeinsam
gestaltbar ist“ und dass Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und eine lebenswerte Stadtentwicklung „konsequent und zugleich pragmatisch“ in den Mittelpunkt gestellt werden.Auch für Die Linke hat die Zusammenarbeit einen klaren sozialen Kern. Fraktionsvorsitzender Ben Luckner betont, dass „niemand in Witten zurückgelassen werden darf“ und das
Kooperationspapier „wichtige Impulse für soziale Sicherheit, echte Teilhabe und eine starke demokratische Stadtgesellschaft“ setzt.
Das Dreierbündnis versteht sich ausdrücklich nicht als formale Koalition, sondern alskooperierendes Bündnis, das gemeinsame Schwerpunkte setzt und abgestimmte politische Anträge einbringt – bei gleichzeitiger Wahrung der Eigenständigkeit der beteiligten Fraktionen. Die Zusammenarbeit basiert auf Transparenz, frühzeitiger Abstimmung und gegenseitigem Respekt.
Mit dem Kooperationspapier legen die drei Fraktionen eine gemeinsame Zukunftsagenda vor, die als Grundlage dienen soll, um zentrale Projekte entschlossen umzusetzen und Witten in den
kommenden Jahren sozial gerecht, klimafreundlich und nachhaltig weiterzuentwickeln.
