Wahlkreis 16: „Pferdebach-Südost/Innenstadt-Ost“

Teuta Cilic (34), Politische Geschäftsführerin

Geboren im Sauerland mit Balkan-Wurzeln und aufgewachsen zwischen Solingen, Kroatien und Russland, kam ich 2012 zum Bachelor-Studium nach Witten. An der Universität Duisburg‑Essen erwarb ich den Master in Politikmanagement, und derzeit schließe ich meinen zweiten Master in Ethik & Organisation ab. In meiner Abschlussarbeit habe ich untersucht, wie Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft in der Kommunalpolitik repräsentiert werden.

An der Universität Witten/Herdecke arbeitete ich im Dekanat für Wirtschaftswissenschaften, organisierte Kongresse und war Vorstandsmitglied der Studierendengesellschaft. Seit 2016 engagiere ich mich bei den Grünen Witten, war lange im Ortsvorstand aktiv und bin seit über drei Jahren Geschäftsführerin der Fraktion im Rat. Zudem bin ich als Sachkundige Bürgerin in mehreren Ausschüssen tätig. Ich schätze Witten als idealen Ort, um Kinder großzuziehen, ebenso wie die Nähe zur Natur und zu den großen Städten in NRW.

Folgende Themen sind mir für die Kommunalpolitik in Witten wichtig:

Soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Stadt für alle

Unabhängig vom Einkommen sollen alle Wittenerinnen und Wittener am Stadtleben und an der Stadtgemeinschaft teilhaben können. Deshalb setze ich mich für bezahlbaren Wohnraum sowie für preisgünstige Freizeit- und Kulturangebote ein. Öffentliche Räume wie Sportstätten oder Jugendzentren als auch unsere Zentral- sowie unsere vier Stadtteilbibliotheken müssen erhalten und ausgebaut werden, damit sie allen offen stehen. Auch kleinere lokale Initiativen verdienen Unterstützung, da sie den sozialen Zusammenhalt stärken und unsere Stadt lebendig machen.

Klimaschutz vor Ort

Witten soll auf intelligente Weise wachsen, indem neue Quartiere klug geplant, versiegelte Flächen entsiegelt und grüne Oasen anstelle grauer Betonflächen geschaffen werden. Eine nachhaltige Stadtentwicklung setzt auf Entsiegelung, bessere Luftqualität und mehr Lebensqualität für alle Generationen. Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür: mit Schatten spendenden Bäumen, begrünten Dächern und lebendigen Innenhöfen. Durch intelligente Mobilitätskonzepte und energieeffizientes Bauen kann Witten zur klimagerechten Stadt der Zukunft werden. Dafür braucht es politische Entschlossenheit, mutige Entscheidungen und eine Stadtgesellschaft, die diesen Weg mitgeht.

Transparenz in der Ratsarbeit

Transparenz in der Ratsarbeit ist die Grundlage für Vertrauen und demokratische Teilhabe. Bürgerinnen und Bürger sollen nachvollziehen können, wie Entscheidungen zustande kommen, wer wofür Verantwortung trägt und welche Interessen vertreten werden. Deshalb setze ich mich für eine verständlichere Kommunikation, flächendeckende Einladungen zu öffentlichen Sitzungen und eine frühzeitige Einbindung der Stadtgesellschaft ein. Eine starke Demokratie lebt von Offenheit, sowohl bei großen Projekten als auch im politischen Alltag.

Nachhaltige Mobilität und sicherer Straßenverkehr

Für eine lebenswerte Stadt setze ich mich für den Ausbau sicherer Fahrradwege ein, die Radfahren attraktiver und sicherer machen. Dazu gehören auch mehr gut zugängliche Fahrradstellplätze, damit das Umsteigen auf das Fahrrad unkompliziert gelingt. Gleichzeitig unterstütze ich die Einrichtung weiterer 30er-Zonen in Wohngebieten, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, besonders für Kinder und Senior:innen, zu erhöhen. So fördern wir nachhaltige Mobilität, reduzieren Verkehrsbelastungen und verbessern die Lebensqualität in unserer Stadt.

Für eine offene Gesellschaft: Antifaschismus, Zusammenhalt und Nächstenliebe

Antifaschismus, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Nächstenliebe sind für mich untrennbar miteinander verbunden. Nur in einer Gesellschaft, die sich aktiv gegen jede Form von Rassismus und Rechtsextremismus stellt, kann ein respektvolles und solidarisches Miteinander gedeihen. Werte wie Mitgefühl, Fürsorge und die Achtung der Würde jedes Menschen bilden dabei eine wichtige ethische Grundlage, um Ausgrenzung entgegenzuwirken und Vielfalt als Bereicherung zu leben. Es geht darum, Brücken zu bauen und nicht Mauern, um gemeinsam Verantwortung für eine offene und gerechte Gesellschaft zu übernehmen. Das ist nicht nur kommunalpolitisch wichtig, sondern insgesamt und nicht nur für die nächste Legislaturperiode, sondern immer.