Wahlkreis 83: „Durchholz/Bommerholz“

Reiner Holub (66), Ingenieur (in Rente freiberuflich tätig)

Mir liegen für unsere Stadt die Grünen-Themen Klimawandel, Verkehr, Wohnen und soziale Gerechtigkeit besonders am Herzen. Ich habe viele Jahre als Ingenieur in großen Unternehmen und im Ehrenamt in selbst verwalteten Organisationen gearbeitet. Nachhaltigkeit spielt in meinem Leben eine große Rolle und durch meine Kinder habe ich einen intensiven Kontakt zur jungen Generation. Ich arbeite strukturiert und zielorientiert, mache mir eher tiefgründige Gedanken zu einem Thema, als zu allem einen Kommentar abzugeben und werde von Vielen als ehrlich und verlässlich wahrgenommen. Diese Fähigkeiten und Eigenschaften möchte ich in meine Ratsarbeit einbringen.

Folgende Themen sind mir für die Kommunalpolitik in Witten wichtig:

Kommunale Wärmewende

Witten ist verpflichtet, bis zum 30.06.2028 eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Die Raumheizung ist ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Treibhausgasemissionen und findet fast aussschließlich auf kommunaler Ebene statt. Daher hat für mich die kommunale Wärmeplanung den größten kommunal beeinflussbaren Einfluss auf die Treibhausgasemissionen und damit den Klimawandel. Die Weichen für den Ersatz von Erdgas und Öl durch eine klimafreundliche Wärmeversorgung, unbedingt auch sozialverträglich, werden in der nächsten Legilaturperiode gestellt. Da sind wir Grünen gefragt, hier kann ich viele Erfahrungen einbrigen.

Urbanen Raum zurückgewinnen und Verkehrswende weiter voranbringen

Qualitativ ausreichende überregionale öffentliche Verkehrsangebote und selbst fahrende Kleinbusse oder Taxen wird es frühestens ab 2035 geben. Bis dahin wird der individuelle Autoverkehr weiter eine dominante Rolle spielen und wir müsssen ihn solange in unsere Vorstellungen von zukünftigen Verkehrskonzepten berücksichtigen. In der nächsten Legislaturperiode muss der öffentliche Nahverkehr effizient erweitert, der Radverkehr ausgebaut, Fußwege sicherer gemacht und ein Parkplatzmanagement intensiviert werden. Dabei sollte die Rückgewinnung von urbanem Raum im Vordergrund stehen, indem beispielssweise Parkraum sozialverträglich verteuert und intensiviert (Parkhäuser) wird.

Städtische Wärmeplanung (gegen sommerliche Hitze) in Witten voranbringen

Die sommerliche Erhitzung der Stadt als Begleiterscheinung des Klimawandels bedroht die Lebensqualität und Gesundheit vieler Menschen in unserer Stadt. Witten ist eine sehr grüne Stadt. Das gilt es zu erhalten und auszubauen. Städtische Flächen und Gebäude sind weiter zu begrünen, Flächennutzungspläne zu überarbeiten, Anwohner einzubeziehen. Durch gezielte Kommunikation und Veranstaltungen sind private Grund- und Immobilienbesitzer für das Thema zu sensibilisieren und an ihre Gemeinwohlpflichten hinzuweisen.

Kinderbetreuung ausbauen

Eine funktionierende und verlässliche Kinderbetreuung ist zum einen für menschen mit Kindern unerlässlich. Es ist aber auch ein wichtiger Baustein sozialer Gerechtigkeit und Verantwortung Aller, auch im Hinblick zu von uns angestrebter Geschlechtergerechtigkeit und vor allem ein großer Standortvorteil für unsere Stadt. Dazu müssen städtische Kinderbetreuungsangebote in Anzahl und Qualität ausgebaut werden.

Bezahlbaren Wohnraum erhalten und schaffen

Wohnen ist für mich ein Grundrecht. Jeder Mensch sollte in unserer Stadt in einer bezahlbaren Wohnung leben können. Das Thema wird auch im Bund und im Land diskutiert. Witten muss mögliche finanzielle Mittel vom Bund oder vom Land einwerben und den sozialen Wohnungsbau in unserer Stadt stärken, nicht benötigte Laden- und Büroflächen sollten in Wohnungen umgebaut werden. Längerer Leerstand von Wohnungen muss sanktioniert werden.